05.05.2015

05.05.2015

1. Gleiberger Maibaumfest

Tradition nach langer Pause wiederbelebt

MAIBAUM Zuletzt 1952 aufgestellt / Kleines Fest am Gleiberg
KROFDORF-GLEIBERG - (mf). „Der Mai ist gekommen …“, wenn auch verregnet, aber das hielt die Besucher nicht ab, als am Dorfbrunnen in der Gleiberger Torstraße erstmals ein Maibaum aufgestellt wurde. Eingeladen hatte der Verein Bürgerprojekt Gleiberg. Traditionen bewahren, pflegen und fortführen hat man sich zum Ziel gesetzt. In diesem Fall war es dann eine gelungene Wiederbelebung, die Walter Kraft angeregt hatte.

1952 wurde zum letzten Mal in Krofdorf-Gleiberg ein Maibaum aufgestellt, hatte er in einem Buch von Ortschronist Siegfried Träger gelesen. Die Heimatvertriebenen hatten diesen Brauch mitgebracht. Nachdem der Maibaum fest in der Erde verankert war, schritt Bürgermeister Thomas Brunner, assistiert von Oskar Lautz, zum Fassbieranstich. Vier gezielte Schläge, und der Gerstensaft sprudelte. Dazu gab es Bratwurst und Musik von den Harmonika-Junioren Krofdorf-Gleiberg unter Leitung von Eduard Rovner.

Kurioses und Komisches rankt sich seit je her um den Maibaum, wie etwa dessen Diebstahl, meist von Gruppen aus einem Nachbardorf, wo er dann wieder ausgelöst werden musste. Man darf gespannt sein, wie lange er in Gleiberg verharren kann. Eine Nachtwache soll nicht aufgestellt werden

Gießener Anzeiger, 05.05.2015