08.02.2010

Burgpfad wird von Bevölkerung gut und gerne angenommen

Bürgerprojekt Gleiberg blickt auf das vergangene Jahr zurück - Brunnen in Torstraße soll jeden ersten Freitag im Monat zum Ort der Begegnung werden
(mf).


Dem Burgpfad, dem alten Aufgang zur Burg Gleiberg, widmete der Verein Bürgerprojekt Gleiberg im vergangenen Jahr die ganze Aufmerksamkeit. Im Mai 2009 wurde er fertig gestellt. "Er wird von der Bevölkerung gut und gerne angenommen", wie Vorsitzender Ralf Volgmann in der Hauptversammlung zufrieden feststellte. Diese Maßnahme hatte Priorität und er dankte noch einmal allen, die an der Realisierung dieses Projekt maßgeblichen Anteil hatten, namentlich Oskar Lautz und Franz Schmidt mit ihrem Bauteam.

Der wieder hergestellte Pfad führt durch ein Wäldchen. Ob nun dort der Schwerpunkt noch notwendiger Arbeitseinsätze für dieses Jahr liegen soll oder das Projekt "Hondshoob" - da scheiden sich die Geister. Hierüber wurde diskutiert. Der Vorstand beauftragte eine Arbeitsgruppe mit Walter Kraft, Helmut Gresko, Ralf Volgmann und Torsten Pausch, die sich über das weitere Vorgehen in Sachen "Hondshoob" Gedanken machen soll. Die Idee ist, auf diesem Gelände im Westhang des Gleibergs eine große Fläche herzustellen, die sowohl den Gleibergern, als auch dem Gleibergverein, aber auch Kindern und Jugendlichen zum Spielen und Bolzen zur Verfügung stehen soll.

Im Geschäftsbericht wurde an die übrigen Aktivitäten im vergangenen Jahr erinnert. Das Jahr begann mit der Durchführung des traditionellen Eierzuges. Am Gleibergfest war das Bürgerprojekt maßgeblich beteiligt. Gut besucht war wieder das Nikolausfest am Dorfbrunnen. Vorbereitet wurde ein Kalender für das Jahr 2010, von dem 100 Exemplare verkauft wurden. In diesem Jahr jährt es sich zum 250. Mal, dass der Siebenjährige Krieg großes Leid und große Not über das Land und die Menschen, auch im Gleiberger Land, brachte. Daran soll erinnert werden, im September zunächst mit einem Gottesdienst. Der Vorsitzende gehört der Programmplanungsgruppe an und berichtete über den Stand der Dinge. Geplant ist ein Dinner, analog zu dem modernen "Krimi-Dinner", bei denen also eine passende Geschichte eingewoben wird zum Thema Siebenjähriger Krieg. Außerdem soll das Leben der Soldaten und der Bevölkerung in dieser Zeit dargestellt werden. Ein Ausschuss, dem Tanja Lautz, Regina Becher, Erich Leib und Margitt Fries-Volgmann angehören, soll Vorschläge erarbeiten, in welcher Weise sich Mitglieder des Bürgerprojekts einbringen können.

Aus der Versammlung wurde eine weitere Idee aufgegriffen und verfolgt, nämlich den Brunnen in der Torstraße stärker zu einem Ort der Begegnung zu machen. Es wurde festgelegt, jeden ersten Freitag im Monat sich dort locker, ungezwungen und unverbindlich zu treffen, zu einem Plausch, mit Essen und Getränken, die jeder von zu Hause selber mitbringt.

Noch etwas anderes beschäftigt das Bürgerprojekt Gleiberg: Entstanden aus dem seinerzeitigen Beirat für die Dorferneuerung Gleibergs besteht natürlich eine der Hauptaufgaben darin, die Sanierungs- und Bauvorhaben im historischen Ortskern zu begleiten. Man habe den Eindruck, dass in jüngerer Vergangenheit bei der Umsetzung von Maßnahmen nicht die gebührende Rücksicht auf den historisch gewachsenen Ortskern genommen worden sei und einige Bauherren offensichtlich nicht den strengen Auflagen unterliegen würden, hieß es . Die Versammlung beauftragte den Vorsitzenden, sich mit der Gemeinde in Verbindung zu setzen, um zu klären, welche Einflussmöglichkeiten der Verein hat, um auf den Erhalt des ortsbildprägenden Charakters Einfluss nehmen zu können. Über die Finanzsituation des Vereins informierte die Kassiererin Margitt Fries-Volgmann. Weitere Termine für 2010 sind der Eierzug am Faschingsdienstag, das Helferfest am 30. Mai oder 13. Juni, das Brunnenfest am 28. August und das Nikolausfest am 11. Dezember.

Gießener Anzeiger, 08.02.2010