18.11.2008



Kalender des Bürgerprojekts Gleiberg bilanziert Aktivitäten


Wettenberg (m). Der Verein »Bürgerprojekt Gleiberg« bot seinen Migliedern in der Jahreshauptversammlung im »Tempelchen« eine Rückschau auf die Ereignisse des zuende gehenden Jahres in Form einer Bilderschau . Der jüngste Vereinsspross in Krofdorf-Gleiberg hat bereits einiges bewegt - im wahrsten Sinne des Wortes. Viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit widmete man der Wiederherstellung des alten Pfades zur Burg. Bauleiter Oskar Lautz nannte die Zahlen: 130 Meter Weg instand gesetzt, 38 Meter Gelände installiert, drei Basaltsteinpodeste gepflastert und 16 Meter Bruchsteinmauer sowie 45 Meter Betonwand erstellt. Franz Schmidt sprach von einem »Kleinod«, die Mitstreiter habe der Kraftakt zusammengeschweißt. Von einer »Burgpfadharmonie« sprach er in seinem Rückblick. Im Frühjahr nächsten Jahres soll der Aufgang eingeweiht werden.

Neben Schmidt und Oskar Lautz war es noch Werner Hofmann, Wolfgang Jahn und Karl-Heinz Valentin, die zum engen Kreis der Helfer bei diesem Projekt zählten und denen der Vorsitzende Ralf Volgmann mit einem Präsent dankte. Auch Bürgermeister Gerhard Schmidt lobte die Arbeiten als ein Beispiel bürgerlichen Gemeinsinns. In einer Bilderserie hat Schriftführer Jürgen Denhard das ereignisreiche Jahr digital festgehalten, und dazu gehörten der traditionelle Eierzuges am Faschingsdienstag, der Osterbrunnen und das Brunnenfest.

All diese Bilder finden sich, neben vielen anderen, im Jahreskalender, den der Verein herausgibt; dieser trägt die Handschrift des Schriftführers. In Hochformat DIN A3 mit Spiralbindung bietet er für jeden Monat vier Fotomotive. »Gleiberger Impressionen« heißt der Kalender, der für zehn Euro erworben werden kann. Schatzmeisterin Margitt Fries-Volgmann nimmt die Bestellungen entgegen (Tel. 06 41.6 65 57). Damit will der Verein an den letztjährigen Kalender-Erfolg anknüpfen.

Einen Überblick über die solide Finanzsituation gab Fries-Volgmann. Wiederwahl hieß es fürden Vorsitzenden Volgmann, für Oskar Lautz als 2. Vorsitzenden, für die Schatzmeisterin und den Schriftführer. Auch der Beirat im Vorstand mit Anne Nestler, Helmut Gresko, Jessica Schulz und Andreas Lautz wurde bestätigt.

Am 13. Dezember beginnt um 17 Uhr am Brunnen in der Torstraße das Nikolausfest. Am 24. Februar ist wieder der Eierzug, und am 7. März will man sich an der Aktion »Saubere Landschaft« beteiligen. Zentrales Projekt des Bürgerprojektes Gleiberg wird nächstes Jahr der »Hondshoob« (Hundhof) sein. Diese Freilandfläche am Südwesthang des Gleibergs soll als Bolzplatz hergerichtet werden. Erste Abstimmungsgespräche mit dem Gleibergverein hätten bereits stattgefunden, informierte der Vorsitzende. Auch beim Gleibergfest vom 4. bis 6. September 2009 wird sich der Verein einbringen; seine Hauptaufgabe soll die Belebung des alten Ortskerns zwischen den beiden Toren sein. Dort sieht nach derzeitigem Planungsstand das neue Konzept die Darbietungen von historischem Handwerk sowie Dorfleben und Landwirtschaft von anno dazumal vor. Auch über einen Nachtwächter wird nachgedacht, auf Anregung des Bürgermeisters.

Er wolle das nicht falsch verstanden wissen, erklärte er schmunzelnd. Die Gleiberger seien keine Nachtwächter. Ein solcher könnte aber eine touristische Attraktion werden, der vielleicht an drei bis vier Terminen im Jahr mit Besuchern des Nachts stilecht mit historischem Gewand durch die Gassen vom Dorf Gleiberg hinauf auf die Burg zieht. Dort könnte die Prozession dann in der Albertusklause mit einem zünftigen Mahl ihren Abschluss finden.

Gießener Allgemeine, 18.11.2008