22.08.2011

Torsten Pausch (l.) und Ralf Volgmann (r.) beobachten die Sicherstellung der Granaten durch Winfried Bieker vom Kampfmittelräumdienst. (Fotos: m)

Aus Ziehbrunnen am Gleiberg zwei Handgranaten geborgen

Wettenberg (m). Grabungen können so allerhand Liebsames, Unliebsames, zuweilen aber auch Gefährliches zutage fördern. Bei den Schacht- und Restaurierungsarbeiten zur Wiederherstellung des alten Ziehbrunnens am Westhang des Gleibergs wurden soeben zwei Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegraben.
Der Brunnen ist das aktuelle Vorhaben des Vereins »Bürgerprojekt Gleiberg« (die GAZ berichtete). Mitglieder haben bereits Tonnen von Schutt ans Tageslicht gefördert. Dass so ein Brunnenschacht dereinst auch für die Entsorgung sperriger Güter missbraucht worden war, diese Erfahrung hatten die Helfer bereits gemacht, als sie einen verrosteten Fahrradrahmen ans Tageslicht beförderten. Für größeres Erstaunen sorgte dagegen der Fund von zwei Handgranaten.

Im Beisein des Vereinsvorsitzenden, Ralf Volgmann, Schriftführer Jürgen Denhard und Torsten Pausch barg und sicherte Winfried Bieker von der Firma Tauber, die im Auftrag des Landes den Kampfmittelräumdienst stellt, die gefährliche Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie der Experte bestätigte, handelt sich um eine englische Stielgranate sowie eine Sprenggranate aus belgischer Produktion (kleines Fotos). Außerdem konnten noch eine Handvoll Patronen sichergestellt werden. Die Funde wurden sachgerecht entsorgt, sodass die Arbeiten entspannt fortgeführt werden können.

Gießener Allgemeine, 22.08.2011